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PARAGUAYBLOG - OHNE SCHÖNFÄRBEREI - SO WIE ES WIRKLICH IST - PARAGUAYBLOG - OHNE SCHÖNFÄRBEREI

TRAUMHOCHZEIT

Letzten Samstag fand eine Hochzeit im präsidenzialen Rahmen statt. Alle anwesenden Gäste und auch die Presse glaubten, die Nichte des Präsidenten gibt sich das Jawort. Zur fortgeschrittenen Stunde wurde man redseliger und schliesslich kam die Wahrheit ans Tageslicht.

Gross war das Erstaunen und die Verwunderung, dass nicht Lugos Nichte vor dem Traualtar stand, sondern sein viertes, verschwiegenes uneheliches Kind, Fatima del Rocio, inzwischen 19 Jahre jung. Der Ex-Kirchenmann trug es gelassen und sein Pressesprecher meinte kurz, der Präsident gibt dazu keinen Kommentar ab.

Das Hochzeitsgeschenk von Lugo gab es schon Monate vorher für das Paar. Nicht das es die 4 x 4 Camioneta ist, die Lugo seit geraumer Zeit seiner Tochter zur Verfügung stellt, nein es war ein Geschenk für den flamanten Bräutigam Luis Pacielo (24), der eine Anstellung in der juristischen Abteilung des Kraftwerks Yacyretá fand. Lugo hat ihn kurzerhand im August 2009, ohne die dafür notwendige Ausschreibung dieses Postens, zu einem der vielen Rechtsberater, mit einem Monatssalär von Gs. 5.5 Millionen, ernannt. Somit ist die junge Familie fürs Erste gut versorgt.

Heute wurde ein hoher Funktionär aus seinem Amt im Kraftwerk Yacyretá entlassen, nicht weil er Lugos Schwiegersohn einen Job verschafft hat, sondern weil man ihm verdächtigt der Presse die Informationen zugespielt zu haben.

In letzter Zeit lässt sich Lugo gerne in einem luxuriösen Geländewagen chauffieren, der auf den Namen eines Unternehmens angemeldet ist, das vor kurzem eine Ausschreibung über ein paar Millionen Dollar im Kraftwerk Itaipu gewonnen hat.

Das ist der Wechsel den wir uns alle so gewünscht haben. So sieht also die Bekämpfung der Korruption aus. Aber Lugo vergisst seine Wähler nicht, zumindest nicht die in San Pedro. Dort hat er vor kurzem angefangen Geldgeschenke, in Form von Subventionszahlungen, an Landlose und Kleinbauern zu verteilen.

Journalisten die täglich mit Lugo zu tun haben wissen bis heute noch nicht für welche Politik er steht, wie sie vor kurzem bei einer Diskussionsrunde betont haben. Vor Linken spricht er von Klassenkampf und vor Unternehmensorganisationen beteuert er alles für eine freie Marktwirtschaft zu tun. Somit bietet er keine allzugrossen Angriffsflächen und kann seinen wahren politischen Ambitionen nachgehen, die leider niemand kennt.

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Unter uns gesagt .......

Vor ein paar Tagen haben zwei junge Burschen nach Einbruch der Dunkelheit eine junge Frau mit einer Stichwaffe bedroht und ihr so alles abgenommen was möglich war. Ein zufällig in der Nähe anwesender Autofahrer hat das Ganze beobachtet. Nach dem die Burschen mit der Beute auf ihren Mopeds die Flucht antreten wollten, hat der Autofahrer sie laut schreiend aufgefordert stehen zu bleiben. Dies wurde von beiden ignoriert und sie versuchten mit dem Moped zu fliehen. Der Autofahrer hat daraufhin seine im Wagen befindliche Schusswaffe genommen, in die Luft geschossen, um so die zwei zum Anhalten zu zwingen. Als auch das keine Wirkung zeigte hat der Mann gezielt angelegt und abgedrückt. Einen hat er sofort erschossen und der andere liegt schwer verletzt in einem Spital in Asuncion. Danach ist der Mann in seinem Mercedes eingestiegen und in der Dunkelheit der Nacht verschwunden.

Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Hinweise die zur Aufklärung des "Mordes" führen. Wie sich später herausstellte ist einer der beiden Täter vorbestraft. Die Polizei wird lange warten müssen bis sie Hinweise zu der Tat bekommt. Erstens gibt es nur wenige Zeugen und zweitens hat der Mercedesfahrer das getan was die Bevölkerung normalerweise von der Polizei erwartet, nämlich sie vor Kriminellen zu schützen.

Nun kommen natürlich die "Derechos Humanos" (Menschenrechtler) und fordern mit aller Strenge gegen den "Täter" vorzugehen. Sie hatten ja nur ein Stichmesser und der Frau keine nennenswerten Sachen gestohlen, wird argumentiert. Dass bei solchen Überfällen täglich Leute ermordert werden scheint man dabei zu vergessen

Wissen sie was ich mir gedacht habe als ich von dem Überfall hörte: Der Mann hat das getan was sich viele hier Lebende nur in Gedanken vorstellen können, aber am liebsten selber tun würden.

Ein Bekannter von mir hat es auf den Punkt gebracht: ZWEI WENIGER!

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Die Kommunisten als Garanten in Paraguay

Was heute Sonntag in der Zeitung ABC im Editorial zu lesen ist, zeigt welchen Präsidenten wir haben und welchen Weg Paraguay in Zukunft unter seiner Regierung gehen wird.

Er erklärt bei einer Veranstaltung von Linken und sozialen Vereinigungen im Rowing Club, in Paraguay ist nun endlich die Demokratie eingezogen und ein Symbol dafür ist die Kommunistische Partei. Also die Kommunistische Partei ist als Symbol der paraguayischen Demokratie anzusehen. Mahlzeit, weit haben wir es gebracht.

Die Zeit wo man die Armen um Geduld gebeten hat ist nun vorbei, jetzt muss gehandelt werden und er als Präsident kommt jetzt seiner Pflicht nach und wird seine Wahlversprechen erfüllen, betonte er abschliessend.

In Zukunft wird es keine Armen mehr in Paraguay geben, darüber sind wir alle glücklich. Ist Lugo ein Mago, ein Zauberer, einer der zum Himmel aufschaut und das Manna fällt dann täglich aufs Volk, nährt und sättigt es?

Wenn das Volk Brot und Arbeit hat wird es ihm besser gehen. Mit dieser Politik aber wird Lugo nur das Gegenteil erreichen, weniger Arbeitsplätze, mehr Armut etc.. Lugo eifert seinem Vorbild Hugo Chavez nach. Erfüllt seine Marschroute Punkt um Punkt, alle schauen zu und keiner tut etwas. Lugo will den Sozialismus des 21. Jahrhunderts von Hugo Chavez in Paraguay inplantieren.

Als oberster Militärkommandant hat er jetzt seine drei ranghöchsten Heerführer ihres Amtes enthoben und gegen 3 Generäle seines Vertrauens (seiner Ideologie) ausgetauscht. Schritt für Schritt geht es weiter.

Lugo produziert Luftblasen und die Leute staunen mit offenem Mund was der Präsident doch alles für sie tut. Gehen sie doch einmal in ein öffentliches Krankenhaus oder besser gesagt lassen sie sich dort behandeln, dann werden sie schnell begreifen wie die von Lugo gross angekündigte “kostenlose Gesundheitsversorgung für Jedermann” funktioniert. Nämlich überhaupt nicht. Ärzte, Medikamente und Krankenschwestern fehlen überall. Hat früher wenigstens ein kleines “Centro de Salud” mit den Gs. 5.000,- die an Ordinationsgebühren bezahlt werden mussten, Telefon, Strom, Wasser etc. bezahlen können, so ist das heute nicht möglich und Geld vom Ministerium gibts oftmals auch keines.

An das Wahlversprechen von Lugo, alle im Ausland tätigen Paraguayer werden bis zum Jahresende seines ersten Regierungsjahres Brot und Arbeit in Paraguay finden und können in ihre geliebte Heimat zurückkehren, erinnert er sich scheinbar nicht mehr. Nun gut, ein paar Wochen Zeit bis zum Ablauf der Frist bleiben ihm noch.

Viele Paraguayer sehen jetzt einen Präsidenten gewählt zu haben, der schon als Kirchenmann versagt hat und als Präsident eines Landes keine glückliche Figur macht. Man hat das vor den Wahlen nicht gewusst und die Leute haben dem angeblichen Saubermann im Kirchengewand glauben geschenkt. Die Kirche hat vor den Wahlen beharrlich geschwiegen und wohl das Ausmass des Skandals, der nach den Wahlen zum Vorschein kam, falsch eingeschätzt.

Nicht umsonst hat der apostolische Nuntius vor Monaten bei seiner Abreise nach Rom gesagt, Lugo hat der Kirche schweren Schaden zugefügt und es wird lange dauern bis dieser Schaden behoben sein wird, als Spässchen wird er es wohl nicht gemeint haben.

Lugos Sager vor zwei Wochen hat vielen Paraguayern und auch Ausländern sauer aufgestossen. In einem Armenviertel von Asuncion sagte er: Leute die in ausländischen Banken ihr Geld haben oder in paraguayischen Banken ein Konto besitzen, sind genau diejenigen, die keinen Wechsel in Paraguay wollen. Es sind die Gegner, die mit allen Mitteln versuchen eine Änderung im Land zu verhindern.

Auch SIE gehören, laut Lugo, zu dieser Sorte von Verhinderern oder haben sie sich bereits das Büssergewand übergestreift und in ihrer Villa mit Schwimmbad eine arme paraguayische Familie aufgenommen?

Die heile Schale des Paradieses bekommt auf einmal Sprünge und zwar immer grössere. Mit so einem Präsidenten werden wohl kaum die wirtschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahre zu bewältigen sein und Fortschritte gemacht werden können.

Das Gute daran, in 4 Jahren wird der Spuk vorbei sein. Der Grossteil des paraguayisches Volkes ist für linkes Gedankengut nicht sehr empfänglich und vom Kommunismus wollen sie schon gar nichts wissen. Also Paciencia!