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PARAGUAYBLOG - OHNE SCHÖNFÄRBEREI - SO WIE ES WIRKLICH IST - PARAGUAYBLOG - OHNE SCHÖNFÄRBEREI

Über ein

Tomatenimportverbotsgesetz

und einer

Demonstration

mit

Pferdekarrenbeteiligung

 

Ja, es gibt noch wichtiges im Leben. Nämlich Nachrichten die das Land aus den Angeln heben. Nicht das tägliche Politgeschwafel, dessen man schon überdrüssig ist, sondern wirklich Wichtiges.

 

Wie zum Beispiel das

Tomatenimportverbotsgesetz

 

das heute für 10 Tage ausser Kraft gesetzt wurde. Das Gesetz wurde vor einiger Zeit erlassen um die heimischen Tomatenanbauer vor der ausländischen Konkurrenz (Argentinien und Brasilien) zu schützen. Da man mit der ausländischen Qualität und dem Preis nur schwer mithalten konnte, hat man den gesetzlichen Weg gewählt. Dazu haben Kleinanbauer des öfteren die Hauptdurchzugsstrassen blockiert und da die Regierung alles andere als gegen diesen Personenkreis durchgreifen will, hat man ihren Wunsch für ein Importverbot kurzerhand zum Gesetz gemacht.

 

Die Sache hat nur einen Hacken nämlich, dass die Anbauer nicht in der Lage sind das Land ausreichend mit Tomaten zu versorgen. In letzter Zeit gab es, zumindest in Asuncion, schlechte Qualität zu teuren Preisen zu kaufen. Vorbei sind die Zeiten wo man gute Qualität relativ günstig bekam, allerdings aus Argentinien oder Brasilien.

 

Besonderes Glück haben die Tomatenanbauer, da es keine Kontrollen auf Spritzmittelrückstände auf den Grossmärkten gibt. Jeder der sich in der Materie auskennt weiss, dass in Paraguay gespritzt wird was das Zeug hält. Da viele von Spritzmitteln keine Ahnung haben wird oft mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Sprich, es werden hoch toxische Mittel verwendet obwohl es gar nicht nötig wäre. Aber man geht auf Nummer sicher und spritzt alles nieder, schliesslich will man keine Ernteeinbussen haben.

 

Würde es strenge Kontrollen geben, dann müsste wohl das Importverbotsgesetz 365 Tage im Jahr ausser Kraft gesetzt werden.

 

Der Mercosur hat eben seine Besonderheiten, jedenfalls was die Tomaten angeht. Der grenzüberschreitende Handel hört bereits bei einer Kiste Tomaten auf.

 

 

Demonstrationen in der Innenstadt von Asuncion gehören mittlerweile zum Stadtbild. Es vergeht kaum ein Tag wo nicht irgendeine Gruppe vor dem Parlament feurige Reden und die Polizei auf Trab hält. Das Besondere heute, es waren auch Pferdewagen mit Protestschildern dabei. Diese Demonstrationen von Randgruppen werden oft von einem Sozialfond der Regierung bezahlt. Es wird gegen das Parlament demonstriert, nicht gegen die Regierung. Man will damit die Parlamentarier zwingen mehr Geld für Sozialausgaben zur Verfügung zu stellen. Die Demonstranten bekommen für die Teilnahme einen Tageslohn zwischen Gs. 40.000,- und 50.000,- ausbezahlt. Gegen Mittag, wenn die Sonne hoch am Himmel steht, löst sich das Ganze wieder auf. Manchmal friedlich und manchmachmal gewalttätig. Aber fast immer zum Leidwesen der Autofahrer.

 

Der Pferdewagen, die Polizei und das alte Parlament im Hintergrund

 

Auch die Spezialeinheit der Polizei braucht manchmal eine Ruhepause

 

Heute vormittag in der Innenstadt von Asuncion (10. 12. 2009)

 

Pferdefuhrwerke vor dem neuen Parlamentsgebäude, ein seltener Anblick

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11.12.09 00:47

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