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PARAGUAYBLOG - OHNE SCHÖNFÄRBEREI - SO WIE ES WIRKLICH IST - PARAGUAYBLOG - OHNE SCHÖNFÄRBEREI

Zwei Gesichter und ein Land

 

Paraguay hat bekanntlich zwei Gesichter. Eines wie es die meisten Einwanderer kennen, als Paradies für Auswanderer wie sie es selber immer wieder bezeichnen und das andere Gesicht, das täglich in Radio, Fernsehen, Zeitungen zu hören, sehen und lesen ist. Also die Realität was sich im Land wirklich abspielt. Während wohlhabende Paraguayer das Land verlassen, da sie Angst haben hier zu leben, kommen auf der anderen Seite immer mehr Deutsche nach Paraguay, da sie hier ihren Traum vom eigenen Haus und Pool verwirklichen können. Das Paradies zum Schnäppchenpreis, wie es jüngst ein Bayer formuliert hat. Das könnten wir uns doch in Deutschland nie leisten, hört man immer wieder. Hoffentlich bleibt es auch so.

 

Am vergangenen Sonntag gab es in der Tageszeitung "Ultima Hora" einige recht interessante Artikel zu lesen, die ich ihnen kurz wiedergeben möchte.

 

Monseñor Claudio Giménez, Bischof von Caacupé, sagte wörtlich:

 

Es schmerzt, dass wir Paraguayer uns in einer solchen Situation befinden müssen. Der Versuch eine Gruppe zu eliminieren, da sie entweder reich oder arm ist, ist der falsche Weg. Auf diesen Weg können wir nicht weiter gehen. Es gibt Beispiele wo versucht wurde eine der beiden Gruppen auszuschliessen und das Resultat ist ein permanenter Konflikt und das fehlen von Frieden.

 

Ein anderer Artikel lautet

Und die Impunidad ist zum Recht geworden

 

Einige Auszüge davon:

 

1992 wurde das bürgerliche Gesetzbuch geändert. Das wurde von den Politikern so gemacht, dass sie in Zukunft die Justiz unter Kontrolle haben und für eventuelle Verfehlungen nach ihrer politischen Karriere praktisch nicht zur Verantwortung gezogen werden können.

 

In der Praxis schaut das so aus. Der Politiker bereichert sich in seiner Amtszeit. Aber nicht nur um ein paar Dollars sondern richtig, Ultima Hora gebraucht dafür das Wort "industrial", soll heissen, im grossen Stil. Nach seiner Amtszeit wird der Politiker unter einer neuen Regierung von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Der Politiker nimmt sich ein paar Rechtsanwälte und zieht so das Verfahren jahrelang hinaus, bis schliesslich Richter und Staatsanwaltschaft erklären nicht genügend Beweise gefunden zu haben. Das Verfahren gegen den Politiker wird eingestellt und die Prozesskosten muss der Staat tragen. Das kostet den Politiker zwar einen Teil seines Vermögens, aber er geht nicht ins Gefängniss und es bleibt für ihn und der nächsten Generation noch genügend übrig. Zuletzt so geschehen beim Ex-Präsidenten Gonzalez Maggi.

 

Aber es gibt auch symphatisches wie Ultima Hora schreibt. So zum Beispiel eine Staatsanwältin, die ein paar Millionen Guaranies bei einer Durchsuchung sicherstellt. Anstatt das Geld auf das entsprechende Konto zu überweisen hat sie eine Schönheitsoperation damit bezahlt. In anderen Fällen hat man sich Schmuck, Autos und auch Computer angeeignet.

 

Autos, Schmuck und auch Schönheitsoperationen sind die Waffen dieser Staatsanwaltschaft, auf der unermüdlichen Suche nach Justiz, meint das Blatt. Den Höhepunkt hat das Ganze dieses Jahr mit der Freisprechung von Ex-Präsidenten Luis Gonzalez Maggi erreicht. Zufälligerweise finden Staatsanwälte und Richter nie genügend Beweise um die Mächtigen zu verurteilen.

 

Man ist dabei ein Gesetz zu verabschieden, dass den Staat bevollmächtigt eine Million Dollar für Hinweise zu bezahlen, die zur Aufklärung des Falles des entführten Estanciero Fidel Zavala führt. Wie bekannt ist der Mann seit 2 Monaten in den Händen der paraguayischen Terroristenorganisation EPP. Führende Mitglieder dieser Terrororganisation wurden von der kolumbianischen FARC ausgebildet. Leider hat man dies seit Jahren gewusst, aber nie etwas dagegen unternommen. Hätte man das Übel rechtzeitig bekämpft, würde es heute nicht diese Probleme geben. Dass Polizisten von der Organisation bezahlt werden ist schon lange kein Geheimniss mehr.

 

 

 

  

 



 

 

 

 

 

 

 

 

18.12.09 01:29

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